Perlenblog – Zita Weiß
Perlenschmuck und Basteleien

Ich habe etwas mit mattierten Glasrocailles experimentiert und festgestellt: in Komposition mit den farblich passenden glänzenden Rocailles (idealerweise klar mit Silbereinzug) ergeben sich sehr edle Effekte! Am besten die klare Perle mit zwei mattierten umschließen, so funkelt das ganze und ist trotzdem noch sehr dezent. Auch andere Kombinationen sind möglich, trotzdem sollte, meiner Meinung nach, der matte Anteil überwiegen frostkette-detail.jpg

Jan
12

Ich habe sämtliche Bastelläden abgesucht, aber irgendwie scheint es unmöglich, harten Draht zu finden, der sich nicht sofort wieder verbiegt, sobald er nur leicht belastet wird. Aber wie meine Großmutter immer sagte: “Man muss sich nur zu Helfen wissen.” Lockenwicklernadeln haben genau die richtige Festigkeit die ich benötige und sind trotzdem noch dünn genug um filigran auszusehen. Dummerweise gibt es die nur in schwarz und die Beschichtung leidet wenn sie zu sehr mit der Zange traktiert wird, was natürlich auch durch polieren nicht ausgebessert werden kann. Ich werde also demnächst Baumärkte und Internetläden abklappern, aber in der Zwischenzeit noch ein paar Lockenwicklernadeln verunstalten.

Ich mag ja Dinge zum selber machen, lasse mich dann aber doch öfter mal von dem erforderlichen Aufwand abschrecken. Aber da ich ein paar Tage frei hatte und unbedingt mal wieder basteln wollte, unterstützt von der Tatsache dass es sehr wenige schöne violette Perlen zu kaufen gibt und das Momentan eben meine Lieblingsfarbe ist, probierte ich endlich das Papierperlen-drehen aus. Das ganze war eigentlich recht einfach: Ein Blatt normales Zeichenblockpapier, mit Wasserfarben in verschiedenen Violetttönen anmalen und trocknen lassen. Dann mit einem Bleistift an einer Kante immer 2cm lange Abschnitte anzeichnen, das Blatt umdrehen und wieder 2cm lange Abschnitte einzeichnen, die allerdings um 1cm vom gegenüberliegenden Blatt versetzt sein müssen. Dann das ganze von Anzeichnung zu Anzeichnung quer über das Blatt mit einem Cutter schneiden, sodass lange Dreiecke entstehen. Diese dann um einen Zahnstocher aufrollen, mit Klebstoff die Enden fixieren und trocknen lassen, anschließend mit Serviettenkleber das ganze nochmal überpinseln um die Stabilität zu erhöhen und Abfärbungen zu vermeiden. Die Perlen wieder trocknen lassen, anschließend beliebig auffädeln. Ich habe bei meiner Kette aus violetten Perlen immer grüne Zwischenperlen verwendet, das gibt einen schönen farblichen Akzent. Peppig wie ich das nun mal mag, wobei hier sicherlich auch viele gedämpftere Versionen denkbar wären.
Fazit: Die Mühe lohnt sich, da die Ergebnisse sehr individuell gestaltbar sind und der Fantasie durch herumspielen nur wenige Grenzen gesetzt sind. Denkbar wären auch Dreiecke mit einer geraden Seite, um so Hütchen-perlen zu erhalten oder Zylindrische Perlen, aber da das Perlenwickeln doch sehr viel Zeit braucht werde ich es wahrscheinlich in nächster Zeit nicht allzu oft betreiben. papierkette-detail.jpgpapierkette.jpg

Quetschperlen sind ja soooo toll. Doch ehrlich! Früher hab ich mich ja abgemüht haltbare Knoten zu machen, hab experimentiert mit Schmurgeleien über Kerzenflammen mit Perlonfaden, mit Seemansknoten und mit duch Zangengezerre besonders festgeknoteten Fadenenden. Jedenfalls hab ich’s jetzt endlich doch geschafft mich an die Quetschperlen heranzuwagen und die Ergebnisse sind doch wirklich verblüffend. Anstatt lose störende Enden herumbaumeln zu haben, die 1. hässlich, 2. (bei Perlonfaden) pieksig und 3. durch die Auflösegefahr bei Knoten äußerst riskant für die ganze Kette sind, fädelt man einfach ne silberne (oder goldene etc) Quetschperle auf, das Fadenende durch den Verschluss und nochmal durch die Quetschperle, klemmt die Quetschperle zusammen und tadaa, schon hat man (oder Frau) eine hübsche und praktische Lösung für das nervige Problem. Ich könnte mich jetzt nur noch in den Hintern treten dass ich das nicht früher entdeckt habe. Naja besser spät als nie. Ich habe mich übrigens den Perlenbastlerinnen angeschlossen die den Faden direkt an der Perle abschneiden anstatt ihn möglichst lange durch das gefädelte Muster zurückzuführen. So ist zwar die Stabilität des Gesamtwerkes vielleicht nicht ganz so groß, dafür können sich aber nicht doch noch pieksige Enden durch Verrutschen der Perlen befreien.