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der erste Tag in Nordnorwegen

Die letzte Nacht war sehr unruhig. Es gibt zwar keine Mitternachtssonne mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass es dunkel wird. Es dämmert ein bisschen, ungefähr so wie an einem sehr dunklen Regentag daheim, und das war’s. Die Vorhänge vor meinem Fenster sind da auch nicht wirklich hilfreich, die sind wohl mehr als Sichtschutz gedacht und bestehen aus einem dünnen weiß-hellblau gemusterten Stoff. Als ich dann im Bett lag (es war ca 23:30h) fiel mir auf einmal so ein gelb-orangenes Leuchten auf. “Juhu!” dachte ich mir, “die Mitternachtssonne!” das Leuchten entpuppte sich aber als die Hoflampe, die direkt über meinem Fenster platziert ist und wohl dafür sorgen wird, dass mein Zimmer auch im Winter niemals wirklich dunkel ist. Für die Sonne war es zu bewölkt. Am Morgen war ich dann um 7h wach und noch sehr müde. Aber es wurde ein schöner Tag. Mittags nach dem Frühstück fuhr ich in die Stadt um dort Kathrin zu treffen. Wir haben uns die Storgata, die Fußgängerzone, angesehen, wurden von Google Street View gefilmt, haben ein Buch gekauft und anschließend das Studenthus (Studentenkneipe) Driv gefunden, wo wir vorhatten etwas zu trinken und Mittag zu essen. Das Essen haben wir aber angesichts der Preise schnell wieder aufgegeben, ein einfaches Sandwich kostete umgerechnet etwa 20€, und dafür nur Kaffee bzw Tee getrunken. Das Driv war sehr schön, direkt am Hafen gelegen, mit guter Musik, nicht zu laut, vielen Teelichter und in einem schönen alten Hafenhaus mit Fachwerk und niedrigen Decken. Zum Kaffee werden wir uns hier bestimmt noch öfter treffen. Da wir beide Hunger hatten, beschlossen wir danach selber zu kochen, die Wahl fiel auf Pizza. Eingekauft hatten wir schnell, auch der Bus stand gerade bereit nach Ørndalen zu fahren und so haben wir das gemacht, haben superlecker Pizza mit viel Käse gebacken (Nudelholz war keins da, wir haben die Flasche genommen) und sind danach noch spazieren gegangen. Da auch der Himmel inzwischen fast blau war sah die Insel fantastisch aus, alle Farben sehr intensiv und die Berge einfach nur fröhlich-freundlich. Der Abend war sehr ruhig, ich habe herausgefunden wie die Heizung funktioniert (ein sehr aktives schmales Heizkörperchen, das sehr schnell warm gemacht hat) man kann sie mit der Gradzahl der Raumtemperatur einstellen und die hält dann die Temperatur. Das ist im Winter garantiert superpraktisch! Das Fenster habe ich mit der Fleece-decke zugehängt. Man muss sich nur zu helfen wissen, hat meine Großmutter immer gesagt, und glücklicherweise habe ich das geerbt. Es ist dadurch zwar nicht wirklich dunkel, aber zumindest dunkel-dämmrig. Nach diesem Tag wirkt alles hier schon viel freundlicher, auch das Wohnheimszimmer ist schon viel mehr meins und  in der Küche kenne ich mich jetzt auch ganz gut aus. Nur einen Topf muss ich mir noch organisieren, es gibt nämlich nur 3 Stück, einer ist sehr versifft und zwei gehören meiner chinesischen Mitbewohnerin, die darin immer ihr Essen lagert. Die Pizza hat uns (ohne Anschaffung von Backpapier und Öl, die noch für viele Pizzen reichen werden) je ca 4€ gekostet und reicht locker für 2 Tage. So billig kann man eigentlich auch in der Freiburger Mensa nicht essen ;) Ich werde jedenfalls hier vermutlich dann doch recht viel selbst kochen, Nudeln mit Soßen, vielleicht Aufläufe wenn ich eine Form finde und bestimmt noch ein paar Mal Pizza mit Kathrin.
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die Reise nach Tromsø

Nach einer kurzen und eher unruhigen Nacht klingelt also morgens um 5 der Wecker. Die letzten Sachen gepackt, Brote gerichtet, und los ging’s! Der Zug fuhr in Freiburg um kurz vor 7 ab, leider war mich nicht klar gewesen, dass ich in Mannheim umsteigen musste. Der Abschied in Freiburg war nicht zu schlimm, die Aufregung war dann doch größer und so ganz habe ich wohl auch noch nicht realisiert, dass ich wirklich 4 ganze Monate und noch ein paar Tage weg sein werde. Aber ausser einem frisch am Morgen verknacksten Rücken (zum Glück nicht schlimm) und sehr vollen Zügen, an denen ich beide Male Leute von meinem Platz verscheuchen musste, lief auch alles glatt. Ich war sehr nervös, sehr aufgeregt und in Mannheim wäre ich am liebsten wieder in den Zug zurück gestiegen. Glücklicherweise legte sich auch das dann endlich als ich am Flughafen war, Kathrin direkt nach mir ankam und wir so den ganzen check-in in Angriff nehmen konnten.

Erstmal muss man in Frankfurt inzwischen direkt über Computerterminals einchecken. Dort gibt man die Reservierungsnummer ein und bekommt dann den Boarding-pass. Damit geht man dann zur Gepäckaufgabe. Soweit so gut und eigentlich nicht sonderlich schwierig. Blöderweise wussten wir aber, dass wir in Oslo neu einchecken müssen (wegen des Zolls) und deshalb waren wir uns nicht sicher ob wir dann das Gepäck bis Oslo oder gleich bis Tromsø einchecken müssen. Beide Optionen waren möglich. Die Dame die wir dann zu Hilfe geholt hatten konnte diese Frage zwar klären, hat aber in ihrem Eifer etwas zu schnell auf der Anzeige rumgetippt, sodass wir dann beide weder einen Fensterplatz, noch zusammen sitzen konnten. Angeblich sollten wir das aber bei der Gepäckabgabe ändern können. Die Dame dort konnte das auch, aber leider nur für den Flug bis Oslo, danach müssten wir die Mitarbeiter vor Ort kontaktieren. Wir haben also unser Gepäck eingecheckt (mein Koffer hatte genau 20,0kg) haben noch einen Abstecher zum Übergepäckschalter gemacht (für Kathrin) uns auf den Weg zur Sicherheitskontrolle gemacht und dort erst mal ewig gewartet. Die Mitarbeiter vom Sicherheitscheck in Terminal B waren nämlich grade fast alle in der Mittagspause und so war die Schlange sehr sehr lang und sehr sehr langsam. Aber auch das ging vorbei. Dafür mussten wir dann am Gate nicht so lange warten. Der Flieger kam auch direkt nach uns am Gate angerollt, er stand direkt vor dem Fenster und war demnach sehr fotogen.
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Der Flug nach Oslo war unspektakulär, Kathrin saß am Fenster direkt über dem Flügel, ich daneben. Die Luft war sehr schlecht und wurde während des Fluges nicht besser. Leider konnte man nicht sehr viel sehen, nur gelegentlich blitzte etwas Landschaft durch die vielen Wolken durch, nach Norden jedoch immer weniger. Erst im Landeanflug auf Oslo war die Landschaft wieder sichtbar. Was als erstes auffiel, waren die vielen Bäume. Bei uns sind viel mehr Felder dazwischen als in Oslo und meistens stehen die Bäume auch eher auf den Bergen als im Flachland. Ansonsten waren die Berge eher rundlich und verglichen mit unsren Erwartungen auch eher hügelig. Die Aussicht am Flughafen erinnerte uns sehr an den Schwarzwald.
Der Flughafen in Oslo hat ein sehr schönes Design, sehr viel Holz und geschwungene Formen mit runden Fenstern und viel Glas dazwischen. Das Holz hat die Stahl-Glas-Konstruktion sehr lebendig und fast heimelig gemacht, ein tolles Vorbild finde ich. Fotos haben wir hier keine gemacht, wir waren zu aufgeregt wie das jetzt mit dem Umsteigen klappt.
Tatsächlich mussten wir unser Gepäck abholen und damit durch den Zoll. Glücklicherweise waren die Gepäckstücke sehr schnell auf dem Band und das Abholen ging sehr flott. Beim Zoll musste man auch einfach nur durchlaufen. Dann kam das neu-einchecken. Auch das sehr schnell und unkompliziert, eine nette Dame wies uns den Weg, nur Kathrins Wanderrucksack musste zum Spezialgepäck check-in. Leider erfuhren wir hier aber auch, dass es keine Sitzplätze mehr nebeneinander gab für den Flug nach Tromsø. Naja, der Check-in lief also reibungslos und ziemlich schnell, danach zum Spezialgepäck wo es eine Extraschlange für SAS Kunden gab (zu denen wir gehörten) mit einem Mitarbeiter, der im grauen T-Shirt ganz gemütlich grade vesperte. Ist das die berühmte skandinavische Lockerheit? Wir werden sehen! Nach einem Abstecher zum Geldautomaten/Wechselschalter waren wir dann endlich auch mit Norwegischen Kronen ausgestattet und waren auf der Suche nach Getränken (die mussten in Frankfurt bleiben und auf dem Flug gab es nichts) und Essen, da wir beide inzwischen sehr hungrig und durstig waren. Wir fanden beide je ein leckeres Brötchen (Kathrins wurde erwärmt, was viel länger dauerte als wir gedacht hätten) und bis wir dann versorgt waren stand auf der Anzeigetafel hinter unserem Flug schon “go to Gate” Die Brötchen wurden uns auf Tellern serviert, also beschlossen wir, dass wir dann eben schnell essen mussten. Als wir zu 2/3 fertig waren blinkte dann die Anzeige mit “boarding” Die letzten Bissen wurden also runtergeschlungen, der Besuch auf den Toiletten auch verschoben und wir machten uns im Laufschritt auf zum Gate. Glücklicherweise ist der Osloer Flughafen nicht sehr groß und die Schlange ziemlich lang, wir waren bei weitem nicht die letzten.

Auf dem Flug nach Tromsø saß ich dann am Fenster über dem Flügel, Kathrin zwei Reihen hinter mir am Gang. Das Flugzeug war fast genau das gleiche Modell. Auch auf diesem Flug gab es wenig zu sehen, ausser sehr abwechslungsreiche Wolkengebirge. Hier lohnte sich aber der Landeanflug, zwar auch durch dicke Wolken, aber am Meer waren dann doch schon einige schwarze scharfkantige Berge zu sehen, die auch so gelegentlich aus den tieferen Wolkenschichten herausragten. Der Sinkflug zwischen den eindrucksvoll hohen und kargen Bergen durch auf die Insel zu vermittelte schonmal einen ersten Eindruck. Die Farben sehr grau-braun-grün und viel Geröll, dazwischen von Wildbächen gegrabene Furchen, keinerlei hoher Bäume. Nass und karg, aber auch grün und geheimnisvoll. Ein bisschen erinnerte mich das an die Alpen oder auch an Connemara in Westirland.

Gepäckstücke waren alle angekommen, den Schlüssel bekamen wir vom Empfangskomitee der Uni, die einen nicht zu übersehenden Stand in der Terminal/Ankunfts/einzigen Halle hatten. Zum ersten Mal schnupperten wir also echte norwegische Luft. Sie war angenehm frisch, kühl und feucht (wir waren beide warm angezogen mit unseren Winterjacken und Pullis und hatten  bis dahin überall geschwitzt). Ein anderes Mädel wollte auch nach Ørndalen und da der Bus grade weg war, haben wir uns ein Taxi geteilt. Zur Musik von “Bullet vor my Valentine” ging’s dann also einmal über den Inselberg und ganz in den Norden der Tromsøinsel mit Kommentaren des Taxifahrers wo die Uni ist, wo der Supermarkt ist und warum so viele Leute auf dem Festland wohnen.
An meinem Wohnheimshaus angekommen (es ist ein gelbes Holzhaus fast ganz oben auf dem Berg) traf ich zuerst zwei junge schwarze Männer, die an zwei Autos herumschraubten. Der eine stellte sich später als mein Mitbewohner heraus und heisst James. Direkt hinter mir kam ein junger Mann mit langen blonden Haaren angestürmt und stellte sich als Bernhard vor, er ist der Manager von Ørndalen und drückte mir Busfahrpläne in die Hand, erklärte wo der Müll hin kommt und überprüfte mit mir ob der Schlüssel passt (das Schloss ist etwas fummelig). Drinnen traf ich dann auch gleich auf Nan, meine chinesische Mitbewohnerin, die mir zeigte wo mein Zimmer ist.

Das Wohnheim

Das Wohnheim entpuppte sich als extremer als ich es mir vorgestellt hatte, in beide Richtungen. Mein Zimmer (so wie alles andere) versprüht den Charme einer Jugendherberge, alles sehr sehr schlicht und robust, die Wände in weißer Ölfarbe gestrichen, Linoleumboden in hellgrau karo-meliert, die Tür ebenfalls hellgrau, die Stühle im Behördenstil mit robustem rosa-hellgrauem Bezug. Ein Schreibtisch, ein Bücherregal, ein Wandschrank, ein Tischchen und ein extrem weiches Bett mit immerhin einer Fleecedecke darauf sind die Einrichtung.
Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass einem meiner Wünsche entsprochen wurde: ich habe einen wirklich super genialen Blick aus meinem Fenster. Ich glaube es ist eine der schönsten Aussichten im Wohnheim, wahrscheinlich der ganzen Insel. Wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, sehe ich nicht einmal den Parkplatz vor dem Haus, sondern nur die roten Häuser vom Wohnheim gegenüber, dahinter die Wipfel von ein paar kleinen Bäumen und dann das Meer. Tromsø liegt auf einer Insel im Meer, aber es ist umgeben von viel größeren Halbinseln die weiter ins Meer ragen, und so ist das offene Meer gar nicht sichtbar, aber eine Ahnung davon bekomme ich hier doch. Hinter dem Wasser ragen also die rauen spitzen Berge der anderen Halbinsel auf, schwarzgrün mit Geröllfeldern in den oberen Hälfte, in einigen Spalten liegt Schnee. rechts erstreckt sich das Tromsø Festlandmit ein paar flachen grünen Wiesen ins Meer, darauf befinden sich einige Bäume und Häuser und links fällt unsere Insel langsam zum Meer ab, mit vielen buschartigen Bäumen bewachsen und weißgrauen Felsen.
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Der Rest des Wohnheimes ist eher gruselig, vor allem das Bad. Wahrscheinlich bin ich einfach verwöhnt von unserer schönen Wohnung in Freiburg, aber im Bad wird wohl niemand mehr Zeit als unbedingt nötig verbringen. Es riecht nach Schimmel, in der Ecke stehen (volle) Putzeimer und die Dusche befindet sich in einer Ecke des Raumes, ohne Wanne nur mit einem von Haaren versifften Abfluss. Abgetrennt wird sie durch einen Vorhang, der aber sehr knapp ist, entsprechend ist das Bad nach einer Dusche komplett verspritzt und überschwemmt. Ich bin extrem froh, dass ich meine Badeflipflops mitgenommen habe!

Na, eigentlich noch nicht ganz. Trotzdem werde ich gleich meinen Laptop einpacken und bin dann erstmal weg, bis ich in Norwegen wieder Internet habe (was etwas dauern könnte, wir bekommen die Zugangscodes nämlich erst in der Einführungswoche, also frühestens Mittwoch)
In den letzten Tagen hat sich Aufregung mit Vorfreude und auch Angst gemischt, ein ziemlich intensiver Cocktail.

Darauf freue ich mich in Norwegen

- Mitternachtssonne (ja, es ist Nachts um 1 noch hell, ich habs gestern erst per webcam gesehen)
- wieder am Meer zu wohnen
- endlich richtig fließend norwegisch zu lernen und viel zu üben (eine sehr schöne Sprache find ich)
- in der Polarnacht in die Stadt zu gehen und dort (mittags, wenns dunkel ist) Gewusel vorzufinden.
- an der nördlichsten Uni der Welt zu studieren (jaja manchmal hab ichs doch mit der Angeberei ;) )
- viele neue Leute aus allen möglichen Ländern (und natürlich Norweger) kennenzulernen.
- die tolle Natur, Berge und Meer direkt beieinander.
- vielleicht einen Ausflug nach Spitzbergen zu machen? (Daumen drücken, dass das klappt!)
- mal wieder ein richtiges Abenteuer zu erleben!

Davor habe ich Angst

- dass ich die Leute nicht verstehe (in Norwegen sind die Dialekte sehr stark, ich kenne bisher nur den Osloer Dialekt, der am anderen Ende des Landes gesprochen wird)
- dazu gehört auch: 2 Hausarbeiten und Referate auf Norwegisch halten: uuuaaaahhh!
- dass mein Geld nicht reichen wird (hmm mal schauen wie das mit nem Job klappt, ohne wirds nämlich sicher nicht reichen)
- dass das mit dem Flug nicht klappt (in Oslo muss ich einmal ganz raus und neu einchecken, bei nem eher knappen Zeitplan)
- dass ich extremes Heimweh haben werde (und das werde ich, weil ich das Wichtigste in meinem Leben zurücklassen muss: Johnny!)

Aber:

- es gibt ja Skype und ich werde jeden Abend mit meinem Mann telefonieren können, sogar mit Bild!
- ich bin ja auch nicht alleine dort: Kathrin, mit der ich in Freiburg studiere, ist ja da :)
- ausserdem wollte ich doch immer nochmal ins Ausland und am Besten auch in den Norden, darum: ich habs ja selber so gewollt!

In zwei Wochen werde ich in Norwegen sein. Vorher muss aber natürlich das Semester abgeschlossen werden und da bin ich schon fast soweit. Was ich also dieses Semester gelernt habe:

1. Man kann nicht fast den gesammten Stoff inklusive Vokabeln eines ganzen Semesters (Isländisch) Sprachkurs in drei Tagen nachholen und lernen.

2. Allerdings ist es erstaunlich, wie viel das Gehirn dann doch in sehr kurzer Zeit verarbeiten und sich merken kann.

3. Prioritäten, Prioritäten, Prioritäten. Auch auf Lücke lernen hat seine Vorzüge. Und man muss nicht versuchen in einer 4-gewinnt Vorlesung (wo also die Note nicht für den Bachelor zählt) eine 1 zu schreiben.

4. Gegen Überforderungsgefühle hilft am Besten kuscheln. Und eine Liste zum abarbeiten. Und alles Schritt für Schritt angehen, nicht an allen Ecken anfangen.

Eigentlich keine bahnbrechenden Erkenntnisse, aber manchmal besteht doch ein großer Unterschied zwischen dem, was man im Kopf theoretisch weiß und dem, was man dann wirklich anwendet und wie man handelt.

*Staub wegpust*

Wow. Ein halbes Jahr habe ich hier nichts mehr gepostet. Das heisst natürlich nicht, dass ich auch nichts mehr gefädelt, geknetet, gehämmert, oder sonst wie kreiert hätte. Die Fotos.. naja kommen wohl irgendwann. Es war aber auch viel los: wir sind endlich wieder nach Freiburg umgezogen, haben viele Möbel aufgebaut und eine ganze Küche, mein neuer Arbeitsplatz ist direkt vor dem Fenster und es ist wirklich schön (wenn auch grade sehr heiss) hier. Und nebenher lief natürlich auch noch das Studium.

Genau im Rahmen dessen werde ich auch am 2. August Deutschland für etwa 4 Monate verlassen. Mein neuer Aufenthaltsort wird Tromsø in Nord-Norwegen sein. Aus diesem Grund wird dieser Blog auch einmal komplett umgestaltet werden und fortan zu meinem persönlichen Norwegen-Blog!

Ich starte heute, weil ich soeben den Vertrag für meinen Wohnheimsplatz bekommen habe. Er ist in Ørndalen, an der nordöstlichen Spitze der Tromsø-insel. Angeblich ist es da ziemlich ruhig, man kann schön Spazierengehen und es wohnen auch ein paar Norweger dort. Wenn ich Glück habe, hat mein Zimmer sogar Meerblick :)

Plätzchen backen Fimo-style

Viele Plätzchen habe ich diesen Advent wirklich nicht gebacken, dazu war in der Uni einfach zu viel los. Trotzdem hatte ich mir für dieses Jahr Schwarz-Weiß-Gebäck vorgenommen. Die Idee war nämlich: vielleicht kann man ja den schwarzen und weißen Teig ähnlich verarbeiten wie eine Fimocane? Die klassischen Muster legen dies zumindest Nahe. Gestern war es dann endlich so weit: kleinteilige Muster sind eher schwierig, da der Teig doch recht krümelig ist und die Verarbeitung natürlich lange nicht so einfach. Trotzdem war meine Mühe dann doch mit Erfolg gekrönt: Es entstand eine Sternencane, eine (halbgeglückte) Schneeflockencane und zwei Lacecanes, sowie eine Reste-Marmorschnecken-Cane. Auch nach dem Backen waren die Formen noch gut erkennbar und die Plätzchen sehr lecker :)

Schneeflocken Plätzchen
Verschiedene MusterSterne

Zu viel Wasser!

Vor dem Backen sollte man versuchen die Fimo-oberfläche so glatt wie möglich zu gestalten, das spart später Schleif- und Polierarbeit. Ein Tick Wasser auf der Oberfläche macht das Glätten auf der rohen Fimofläche überraschend einfach, allerdings sollte man auch damit vorsichtig sein: Zu viel Wasser lässt das Fimo nämlich wegschwimmen und führt bei Reparaturversuchen zu einem elendigen Geschmiere:
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ansonsten ist das Döschen aber ganz nett geworden:DSCI0945

Im Frühling bin ich auf die Idee gekommen, dass ich mein Fimo ja auch im Gefrierfach lagern könnte. Erfahrungsberichte gab es bis dahin keine, hier also der erste:

Nach ca. 7 Monaten Gefrierlagerung lassen sich die Canes super schneiden. Allerdings sollte man darauf verzichten, sie weiter reduzieren zu wollen. Bei dem Versuch wurden sie sehr schnell brüchig (auch nachdem sie vollständig aufgetaut waren). Möglicherweise würde das auch mit normal gelagerten Canes passieren, wenn man sie denn ein halbes Jahr vorher herstellt, aber in Zukunft werde ich wohl die Canes gleich auf verschiedene Größen reduzieren und so lagern.

Lange nichts gelesen ;)

Das hat mehrere Gründe:
1. Eine gewisse Schreibfaulheit,
2. Kann man im Sommer so schlecht Fimo basteln (es ist so ekelhaft weich und lässt sich schlecht in Form bringen) und
3. Hochzeitsfeier – Flitterwochen – viel zu lernen in der Uni.

Jedenfalls, hier bin ich wieder, dafür mit mehreren Berichten.

Bernstein-artiges

Eine meiner Freundinnen hatte neulich Geburtstag. Diese Tatsache, kombiniert mit meiner neuen Begeisterung für Knüpftechniken und einer Vorliebe ihrerseits für Bernsteinschmuck, haben zu folgendem Ergebnis geführt:
Bernstein-artiges
Zwar bestehen alle Perlen aus Glas, aber es macht sich auch ganz gut zu ihrem übrigen Bernsteinschmuck. Eigentlich gefällt mir diese kurze Kette so gut, dass ich überlege, sie mir noch einmal nachzuarbeiten. Ungefähr zumindest, das Muster entstand (wie meistens) frei Schnauze.

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