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	<title>Perlenblog - Zita Weiß &#187; Norwegen</title>
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	<description>Perlenschmuck und Basteleien</description>
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		<title>Das war&#8217;s</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 18:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anderweitiges]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das waren also 4 Monate Norwegen (ja, ja ich weiß, aber ich war noch nie ne sehr fleissige Bloggerin )Was also seit meinem letzten Blogeintrag geschah: Johnny kam mich besuchen, beide Male waren unglaublich schön und sehr kuschelig, und ich glaube auch ohne diese beiden Besuche hätte ich die Zeit in Norwegen nicht ausgehalten. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das waren also 4 Monate Norwegen (ja, ja ich weiß, aber ich war noch nie ne sehr fleissige Bloggerin <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )Was also seit meinem letzten Blogeintrag geschah:</p>
<p>Johnny kam mich besuchen, beide Male waren unglaublich schön und sehr kuschelig, und ich glaube auch ohne diese beiden Besuche hätte ich die Zeit in Norwegen nicht ausgehalten. Das Wiedersehen war einfach jedes Mal so unglaublich schön, wie Weihnachten als kleines Kind <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a title="DSCI0890 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5397970403/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5300/5397970403_d1e93aeda7_m.jpg" alt="DSCI0890" width="240" height="180" /></a><a title="DSCI0867 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5398570726/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5131/5398570726_1c5645b0ce_m.jpg" alt="DSCI0867" width="180" height="240" /></a></p>
<p>Direkt nach dem ersten von Johnnys Besuchen war ich mit einem Bus voller Studenten in Schweden und Finnland. Das war mal ganz interessant, vor allem dass in Finnland die Preise plötzlich alle wieder auf Euro waren, gab mir gleich ein bisschen ein Heimatgefühl <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Auch die Zeitverschiebung war ganz lustig, besonders in dem Shoppingcenter das auf der Grenze stand. Ansonsten war die Reise zwar ganz nett, aber das Timing insgesamt eher schlecht, da wir sehr viele Wartezeiten in der Kälte hatten in denen wir auf den Bus warten mussten. Aber: auf dieser Fahrt hab ich es das erste Mal geschafft, in einem Bus einigermaßen gut zu schlafen <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
<a title="DSCI0795 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5054109525/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4091/5054109525_f9818af27f_m.jpg" alt="DSCI0795" width="240" height="180" /></a><a title="DSCI0817 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5054732900/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4113/5054732900_ae648398d4_m.jpg" alt="DSCI0817" width="240" height="180" /></a><a title="DSCI0804 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5054110809/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4128/5054110809_d32fbb5e58_m.jpg" alt="DSCI0804" width="180" height="240" /></a><a title="DSCI0836 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5054130813/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4130/5054130813_e67b51b4e5_m.jpg" alt="DSCI0836" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Tromsø an einem schönen Herbstmorgen direkt nach dem Ausflug:<br />
<a title="DSCI0846 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5398568318/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5051/5398568318_c1deb09386_m.jpg" alt="DSCI0846" width="240" height="180" /></a><a title="DSCI0853 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5398569052/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5299/5398569052_21952e4cb3_m.jpg" alt="DSCI0853" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Ansonsten hab ich nicht mehr sehr viel unternommen, immerhin ging es dann auch irgendwann auf die Prüfungen zu und ich hatte einige gesundheitliche Probleme im letzten Monat (direkt nach Johnnys zweitem Besuch)<br />
Immerhin hat das dazu geführt dass ich inzwischen sogar Arztgespräche auf Norwegisch führen kann <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Jedenfalls war ich viel öfter bei der Legevakt (das ist sozusagen der Ärztliche Notdienst, zu dem ich als internationale Studentin gehen musste, weil ich nicht lange genug im Land bleibe um Anspruch auf einen &#8220;fastlege&#8221;, also einen Hausarzt zu haben) als mir lieb war. Medizinisch haben die Norweger die Ruhe weg, auf eine Ultraschalluntersuchung um genau festzustellen was denn nun das Problem ist, musste ich 3 Wochen warten (und das scheint hier ganz normal zu sein)</p>
<p>Die Uni…naja. Wie schon vorher beschrieben, war dies das faulste Semester, das ich jemals hatte. Ich habe noch nie so wenig gebüffelt, selbst wenn man bedenkt dass ich krank war. Immerhin, ich bin sehr stolz dass ich meine 12-Seiten Hausarbeit für die Namensforschung tatsächlich geschrieben habe. Wenn ich eine Hausarbeit auf Norwegisch über ein Thema schreiben kann, das mich nicht die Bohne interessiert, dann kann ich doch eigentlich alles, oder? <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich glaube die ist noch nicht mal so schlecht geworden. Die anderen beiden Kurse schlossen mit einer Klausur ab. Die erste war Sprachvariation und auch wenn ich zuvor fest davon überzeugt war, durchzufallen, ist diese Sorge vermutlich unbegründet. Die Klausur war so ein Witz dass ich danach erstmal 20 min lang vor mich hin gekichert hatte. Diese Klausur war auf 6 Stunden ausgelegt, gebraucht habe ich etwas mehr als 2 Stunden und das auch nur, weil ich nicht gesehen hatte dass ich entweder Frage 1 oder Frage 2 beantworten soll. Ein wenig beunruhigt mich, ob die Dozentin denn vielseitige Romane über das Thema lesen will oder ob das wirklich eine Witzklausur war. Wenn ich dort so viel gelernt hätte wie ich es in Deutschland normalerweise tue, war ich mir vermutlich ziemlich veralbert vorgekommen.<br />
Die Englisch-Klausur war dagegen angemessener, angelegt auf 4 Stunden habe ich 2,5 Stunden durchgeschrieben bevor ich fertig war. Die war auch vom Anspruch etwas höher, wenn auch für mich verhältnismässig einfach, vor allem da zum Glück fast nur Fragen dran kamen die ich gut beantworten konnte. Die Bereiche aus dem Unterricht, die ich nicht gelernt hatte kamen zum Glück nur als Auswahlfragen dran <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Manchmal gehört auch etwas Glück dazu.</p>
<p>Die Dunkelheit ist natürlich auch schon lange angebrochen und die Sonne ging schon lange nicht mehr auf. Diese dunkle Zeit wurde dadurch verlängert, dass wir in den letzten Wochen ziemlich viel Schneematsch und sehr graues Wetter hatten. Überhaupt ist das Wetter recht unbeständig, es schneit immer wieder und taut dann. Am ekligsten ist es, wenn es auf die Schneedecke regnet und es ca 2°C über Null hat. Dann ist alles draussen ein einziger Schneematsch, der es extrem schwierig macht zu laufen. Besonders auf steileren Strecken wie etwa vor und hinter dem Haus. Wenn der Schnee allerdings fest ist und es knapp unter Null grad hat, sodass der Schnee unter den Schuhen knirscht, ist es draussen wunderschön. Ich glaube das ist wirklich mein Lieblingswetter.<br />
<a title="Schnecke im Winter von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5397930915/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5011/5397930915_f9211d09aa_m.jpg" alt="Schnecke im Winter" width="240" height="180" /></a><a title="Schneeketten am Bus von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5397931235/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5293/5397931235_fd705fdb58_m.jpg" alt="Schneeketten am Bus" width="240" height="180" /></a><a title="Aussicht aus meinem Zimmer von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/5398532604/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5096/5398532604_21f288f482_m.jpg" alt="Aussicht aus meinem Zimmer" width="240" height="180" /></a><br />
Im Übrigen hab ich auch endlich mein erstes Nordlicht gesehen. Es war grün und anfangs eher unscheinbar, mehr wie ein Kondensstreifen von einem Flugzeug, nur in der Nacht. Aber bald wurde daraus ein kräftiges, grünes Glühen, das in einem Band über den Himmel waberte. Dann kam mein Bus und bis ich wieder ausstieg, war das Nordlicht weg. Aber schön wars <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Tja das war dann also Norwegen. Die Zeit hier war interessant und ich habe wohl einiges gelernt, aber nach wie vor bleibt mein Ergebnis: ich bin zu alt für Erasmus. Die meisten anderen Studenten waren eben jung und zum ersten Mal weg von zu Hause. Das war bei mir anders. Auch wenn ich die Sprache natürlich besser gelernt habe als vor meinem Aufenthalt, bin ich mir trotzdem absolut sicher, dass Au-pair viel mehr dafür gebracht hat, weil ich einfach viel mehr in der Landessprache sprechen musste und es keine Ausweichsprache gibt. Trotzdem war dieser Aufenthalt mit Sicherheit nicht umsonst und ich bin mir sicher, ich hätte mich immer geärgert wenn ich nicht gegangen wäre <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Heimreise</strong><br />
Heute morgen zum Bus zu kommen war eine Sache für sich: draussen lag immernoch ca. 10 cm Schneematsch, da es in der Nacht munter weitergeschneit/geschneeregnet hatte. Das hatte zwar den Vorteil dass der Boden lang nicht mehr so rutschig war wie in den letzten Tagen (immerhin keine mit Wasser bedeckte Eisschicht) aber meinem Koffer hat das nicht so gut gefallen, der hat sich etwas schwer getan in der Rolle eines Schneepfluges. An den wenigen Stellen an denen weniger Schneewasser lag weil ein Auto durch gefahren war, kam dann der wenige gestreute Split zum Einsatz  und hat sich in den Rädern verhakt. Ergebnis war, dass ich den Koffer meist tragen musste und alle paar Schritte absetzen. Entsprechend hab ich den Bus verpasst, trotz 10 Minuten Pufferzeit (normal brauch ich 2-3 min, je nach Wetter) Aber das war zum Glück nicht so schlimm, der nächste fuhr 15min später und ich hatte sehr viel Puffer am Flughafen.<br />
Dort angekommen wartete eine positive Überraschung auf mich: der Koffer wog nur 18kg (von erlaubten 20) also hab ich nochmals etwas umgeschichtet und den ganzen Unikram, der sich vorsorglich in meinem Handgepäck befunden hatte, in den Koffer gepackt. Letzterer ging dann nur mit ziehen und zerren zu, aber ich habs&#8217; geschafft und reise jetzt mit einem relativ leichten Handgepäck.<br />
Der Flug nach Oslo war ok, das schöne war, dass die Sonne aufging als wir es dann endlich über die Wolken geschafft hatten <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  was ziemlich lange dauerte. Hoffentlich läuft der Rest der Reise auch noch so gut, aber zum Glück sind hier in Oslo nur wenige Flüge verspätet und gestrichen wurden noch gar keine (im Gegensatz zu den letzten Tagen in Frankfurt)<br />
Nachtrag: Auch der Flug nach Frankfurt lief wie am Schnürchen, die Norweger wissen eben, wie man mit verschneiten Flugbedingungen umgeht. Auch das Wiedersehen mit Johnny in Frankfurt war ganz unglaublich toll (und nicht nur wegen den Schnitzelweckle, die mir Johnny mitgebracht hat) Jetzt bin ich erstmal sehr sehr froh, wieder zu Hause zu sein, wo die Sonne den ganzen Tag scheint und blendend auf dem Schnee glitzert. Mann ist das hell hier!</p>
<p>…und warum hat das jetzt so lange gedauert mit dem Blogeintrag? Naja, ich hatte den größten Teil dieses Eintrages schon am Flughafen in Oslo geschrieben, trotzdem musste er natürlich nochmals korrigiert und aktualisiert werden, und die Fotos waren auch noch nicht online. Das habe ich ziemlich lange vor mir her geschoben, vor allem weil ich in Tromsø so unglaublich viel Zeit vor meinem Computer verbracht hatte, dass ich ihn einfach nicht mehr sehen konnte <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich hoffe, dieser Bericht war trotzdem interessant, ab jetzt geht&#8217;s dann wieder weiter mit hauptsächlich Perlen, Perlen und nochmals Perlen <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Kuriositäten</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 10:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[in Tromsø haben die Winterreifen der Autos kleine Spikes, damit sie im Schnee und Eis nicht rutschen (das ist auch dringen nötig) die gibt es auch als Gummi-überzieher mit Eisenspikes dran, für die Schuhe Busse haben zusätzlich das ganze Jahr über einen Bottich mit Schneeketten an der hinteren Eingangstüre stehen (bei den steilen Straßen braucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in Tromsø</p>
<ul>
<li>haben die Winterreifen der Autos kleine Spikes, damit sie im Schnee und Eis nicht rutschen (das ist auch dringen nötig)</li>
<li>die gibt es auch als Gummi-überzieher mit Eisenspikes dran, für die Schuhe</li>
<li>Busse haben zusätzlich das ganze Jahr über einen Bottich mit Schneeketten an der hinteren Eingangstüre stehen (bei den steilen Straßen braucht man die glaub ich auch)</li>
<li>hier sind die Gehwege im Zentrum und an der Uni leicht beheizt, um sie Schnee- und Eisfrei zu halten (Norwegen hat das Geld ja)</li>
<li>ansonsten wird aber nicht gestreut, weder Salz noch Split &#8211;update&#8211; doch inzwischen schon Split, aber sehr sparsam.</li>
</ul>
<p>an der Uni</p>
<ul>
<li>suchen die Dozenten einem Sekundärliteratur für eine Hausarbeit!</li>
<li>gibt es jetzt ein Café mit Tageslichtlampen um Winterdepressionen entgegen zu wirken</li>
<li>plätschert der Brunnen in der &#8220;Schnecke&#8221; auch bei Minusgraden munter weiter</li>
</ul>
<p>in Norwegen</p>
<ul>
<li>ist Majonaise-Kartoffelsalat offenbar sehr beliebt. Überall. Auch auf allen Sandwiches aus der Kantine.</li>
</ul>
<p>hmm eigentlich hatte ich mal eine ganze Liste die ich hier schreiben wollte, der Post wird also noch fortgeführt werden <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>der erste Monat in Norwegen</title>
		<link>http://zitaweiss.de/blog/der-erste-monat-in-norwegen</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der ersten Nacht wurde es noch gar nicht richtig dunkel, das hat sich inzwischen geändert. Der Tag wird täglich um 10 Minuten kürzer und das merkt man deutlich. Die Sonne scheint morgens um 6 noch in mein Zimmer, da es aber Richtung Norden geht werde ich vermutlich bald gar keine Sonne mehr haben. Trotzdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der ersten Nacht wurde es noch gar nicht richtig dunkel, das hat sich inzwischen geändert. Der Tag wird täglich um 10 Minuten kürzer und das merkt man deutlich. Die Sonne scheint morgens um 6 noch in mein Zimmer, da es aber Richtung Norden geht werde ich vermutlich bald gar keine Sonne mehr haben. Trotzdem ist das Schauspiel aus meinem Zimmer nicht langweiliger geworden. Anfangs waren die Berge unten herum noch saftig grün, jetzt ist der Herbst angekommen. Im Moment wechseln sich grüne mit roten und gelben Schattierungen ab, auf dem Boden wachsen alle möglichen Beeren und die Gräser leuchten in bunten Farben. Vorgestern gab es Nachts auch die ersten Nordlichter, die habe ich aber leider verpasst. (Facebook hat mich am nächsten Morgen darüber informiert) Dafür lag morgens Nebel über dem Meer, auf den die Sonne schien und ihn in einem unwirklichen Silberlicht zum leuchten gebracht hat.<br />
<a title="Nach der Party - 7.8.2010 von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4871264813/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4078/4871264813_20dc6404a5_m.jpg" alt="Nach der Party - 7.8.2010" width="240" height="180" /></a><a title="Aussicht im September von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973805848/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4148/4973805848_51966e21c2_m.jpg" alt="Aussicht im September" width="240" height="180" /></a><a title="Mein Hausberg im September von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973806070/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4108/4973806070_da42309cfe_m.jpg" alt="Mein Hausberg im September" width="240" height="180" /></a></a><a title="Ørndalen von oben von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973072017/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4154/4973072017_8012448355_m.jpg" alt="Ørndalen von oben" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Natürlich hat auch die Uni schon längst gestartet. Die Kurse sind eher enttäuschend, alle drei sind ziemlich langweilig. Das Tempo und der Anspruch sind eher gering, dafür müssen wir sehr viel lesen.<br />
Der Kurs über Namensforschung wird von einer sehr von ihrem Fach begeisterten Dozentin gehalten, leider schafft sie es aber nicht, diese Begeisterung auf uns zu übertragen. Vor der Hausarbeit, die ich hier schreiben muss graut es mir ziemlich. Aber das Tempo ist eher gemächlich, im Unterricht wird immer zusammengefasst was wir zu Hause lesen sollten, es besteht also nicht die Gefahr abgehängt zu werden. Immerhin hat unsere Dozentin einen schönen und gut verständlichen Nord-norwegischen Akzent und kommt von Kvaløya, der Nachbarinsel.<br />
Der Kurs über Sprachvariation und Schriftspachnormierung war eigentlich meine große Hoffnung und ist auch jetzt noch der interessanteste Kurs, aber auch hier bin ich regelmäßig kurz vorm Einschlafen. Es ist auch sehr Vorlesungshaft und das meiste, was wir bisher gemacht haben, wusste ich schon vorher oder hab ich zumindest schonmal gehört (bis auf ein paar konkrete Beispiele)<br />
Englisch ist auch nicht besser, hier geht es um die Geschichte des Englischen. Blöderweise bleiben wir aber auch hier ziemlich an der Oberfläche, und alles was wir machen, hatte ich schon im 2. Semester in Diachronic Linguistics (und dort um einiges ausführlicher). Das Beste an diesem Kurs ist, dass wir relativ viele Norweger sind und letztes Mal bei der Gruppenarbeit haben wir uns in meiner Gruppe auch echt gut unterhalten.<br />
Weiterhin bin ich inzwischen im TAKK, dem Tromsø Akademisk Kvinne Kor, also dem Tromsø Akademischen Frauenchor, der mich vom Anspruch und der Art ziemlich an den Schulchor erinnert, aber eigentlich ist es da ganz lustig und ich komm endlich auch dazu ein paar Sätze norwegisch zu reden. Leider hält sich das nämlich ziemlich in Grenzen. Aber das Verstehen läuft immer besser, während ich in den ersten Wochen bei längeren Vorträgen immer wieder abgedriftet bin um das Gehörte zu verarbeiten, passiert das jetzt kaum noch (und wenn dann ist die Langeweile schuld) So sieht die Uni übrigens aus:<br />
<a title="Die Schnecke von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973293337/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4089/4973293337_35bb20ab60_m.jpg" alt="Die Schnecke" width="240" height="180" /></a></p>
<p>Die Wohnsituation ist inzwischen so: Ich wohne mit einer Chinesin im Zimmer nebenan, uns gegenüber wohnt die einzige Norwegerin, aus Trondheim. Leider spreche ich mit ihr kaum Norwegisch, erstens weil es eh sehr schwer ist sich mit ihr zu unterhalten (sie antwortet nur sehr einsilbig und ist sehr ruhig uns zurückhaltend, scheint aber durchaus nett zu sein) und zweitens hat sich jetzt hier durch die ganzen Nationalitäten das Englische schon so automatisch etabliert, dass ich sie immer versehentlich auf englisch anspreche und sie dann auch so antwortet. Unter uns wohnen die Jungs, ein Russe (der immer! in Boxershorts rumläuft) ein Ungar und ein Nigerianer (mit ihm hab ich eigentlich am meisten Kontakt und er ist auch ein wirklich netter Kerl) Insgesammt sind die Mitbewohner wirklich nett, aber wir haben nicht viel miteinander zu tun, kurze Zusammentreffen in der Küche und dann ein paar Takte reden, darauf beschränkt es sich eigentlich. Seit wir einen Putzplan haben ist das auch kein Problem mehr <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Letzte Woche waren meine Eltern zu Besuch, das war relativ spontan geplant worden, da alle ihre anderen Ausflugspläne aus dem einen oder anderen Grund ins Wasser gefallen waren. Es war schön die beiden hier zu haben, sie haben in einer Hütte auf dem Campingplatz gewohnt und ich war jeden Tag mindestens für ein paar Stunden dort. Meine Mutter konnte leider nicht so viel wandern, da sie Probleme mit den Füßen hatte, dafür hat mein Vater sich richtig ausgetobt in den Bergen rund um Tromsø. Auf zwei Wanderungen war ich mit dabei, beide Male natürlich mit dem obligatorischen Querfeldein. Das zweite Mal sind wir aber auf einem gestrichelten Wanderweg gegangen, was bedeutet, dass es keinen Weg gab und wir viel klettern und einen Weg suchen mussten, immer den Rentierspuren nach. Dafür haben wir auch 3 Rentierherden gesehen und ein Abenteuer erlebt <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Die ganze Woche wurde ich wunderbar mit abwechslungsreichen Gerichten versorgt (Essen ist hier sehr teuer, vor allem Fleisch) wir hatten mehrmals Fisch, einmal frisch geangelt von einem Spanier und einem Italiener, die viel zu viel gefangen hatten. Ausserdem haben sie mir noch einige Gewürze hier gelassen, die ich sehr gut gebrauchen kann! Es war eine sehr gemütliche und schöne Woche auch wenn ich nur wenig für die Uni geschafft habe, aber da die Motivation hier eh ziemlich gering ist, fiel das eigentlich auch nicht weiter ins Gewicht.<br />
<a title="Wollgras von Zita Weiß bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973165229/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4153/4973165229_24f162c4b9_m.jpg" alt="Wollgras" width="240" height="180" /><a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973165965/" title="DSCI0725 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4090/4973165965_641d76a056_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0725" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973784276/" title="Oben auf dem Berg von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4133/4973784276_d3b107ed30_m.jpg" width="240" height="180" alt="Oben auf dem Berg" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973784466/" title="DSCI0731 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4145/4973784466_62333606f8_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0731" /></a></p>
<p>In meiner Freizeit rede ich sehr viel Deutsch, was ein bisschen schade ist. Ich unternehme viel mit Kathrin und Astrid (eine Pharmazie-studentin aus Freiburg, die hier grade ein Praktikum macht) und ansonsten skype ich natürlich jeden Tag mindestens eine Stunde mit Johnny. Beides ist auch wichtig, denn Johnny vermisse ich natürlich ganz unglaublich und ich werde auf keinen Fall jemals wieder einen so langen Auslandsaufenthalt machen! Die Trennung ist für uns beide schwierig, aber zeigt uns auch was wir an einander haben und wie stabil unsere Beziehung doch ist, was ja ein gutes Zeichen ist. In zwei Wochen wird er mich auch endlich zum ersten Mal besuchen kommen und dann ist die längste Zeit schon überstanden. Trotzdem freue ich mich unglaublich darauf wieder zurück nach Freiburg zu kommen!</p>
<p>Zu den Fotos: einfach draufklicken wenn du sie größer sehen willst, du wirst dann zu flickr weitergeleitet, wo es auch noch mehr Bilder gibt <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>der erste Tag in Nordnorwegen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 19:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzte Nacht war sehr unruhig. Es gibt zwar keine Mitternachtssonne mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass es dunkel wird. Es dämmert ein bisschen, ungefähr so wie an einem sehr dunklen Regentag daheim, und das war&#8217;s. Die Vorhänge vor meinem Fenster sind da auch nicht wirklich hilfreich, die sind wohl mehr als Sichtschutz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzte Nacht war sehr unruhig. Es gibt zwar keine Mitternachtssonne mehr, aber das heisst noch lange nicht, dass es dunkel wird. Es dämmert ein bisschen, ungefähr so wie an einem sehr dunklen Regentag daheim, und das war&#8217;s. Die Vorhänge vor meinem Fenster sind da auch nicht wirklich hilfreich, die sind wohl mehr als Sichtschutz gedacht und bestehen aus einem dünnen weiß-hellblau gemusterten Stoff. Als ich dann im Bett lag (es war ca 23:30h) fiel mir auf einmal so ein gelb-orangenes Leuchten auf. &#8220;Juhu!&#8221; dachte ich mir, &#8220;die Mitternachtssonne!&#8221; das Leuchten entpuppte sich aber als die Hoflampe, die direkt über meinem Fenster platziert ist und wohl dafür sorgen wird, dass mein Zimmer auch im Winter niemals wirklich dunkel ist. Für die Sonne war es zu bewölkt. Am Morgen war ich dann um 7h wach und noch sehr müde. Aber es wurde ein schöner Tag. Mittags nach dem Frühstück fuhr ich in die Stadt um dort Kathrin zu treffen. Wir haben uns die Storgata, die Fußgängerzone, angesehen, wurden von Google Street View gefilmt, haben ein Buch gekauft und anschließend das Studenthus (Studentenkneipe) Driv gefunden, wo wir vorhatten etwas zu trinken und Mittag zu essen. Das Essen haben wir aber angesichts der Preise schnell wieder aufgegeben, ein einfaches Sandwich kostete umgerechnet etwa 20€, und dafür nur Kaffee bzw Tee getrunken. Das Driv war sehr schön, direkt am Hafen gelegen, mit guter Musik, nicht zu laut, vielen Teelichter und in einem schönen alten Hafenhaus mit Fachwerk und niedrigen Decken. Zum Kaffee werden wir uns hier bestimmt noch öfter treffen. Da wir beide Hunger hatten, beschlossen wir danach selber zu kochen, die Wahl fiel auf Pizza. Eingekauft hatten wir schnell, auch der Bus stand gerade bereit nach Ørndalen zu fahren und so haben wir das gemacht, haben superlecker Pizza mit viel Käse gebacken (Nudelholz war keins da, wir haben die Flasche genommen) und sind danach noch spazieren gegangen. Da auch der Himmel inzwischen fast blau war sah die Insel fantastisch aus, alle Farben sehr intensiv und die Berge einfach nur fröhlich-freundlich. Der Abend war sehr ruhig, ich habe herausgefunden wie die Heizung funktioniert (ein sehr aktives schmales Heizkörperchen, das sehr schnell warm gemacht hat) man kann sie mit der Gradzahl der Raumtemperatur einstellen und die hält dann die Temperatur. Das ist im Winter garantiert superpraktisch! Das Fenster habe ich mit der Fleece-decke zugehängt. Man muss sich nur zu helfen wissen, hat meine Großmutter immer gesagt, und glücklicherweise habe ich das geerbt. Es ist dadurch zwar nicht wirklich dunkel, aber zumindest dunkel-dämmrig. Nach diesem Tag wirkt alles hier schon viel freundlicher, auch das Wohnheimszimmer ist schon viel mehr meins und  in der Küche kenne ich mich jetzt auch ganz gut aus. Nur einen Topf muss ich mir noch organisieren, es gibt nämlich nur 3 Stück, einer ist sehr versifft und zwei gehören meiner chinesischen Mitbewohnerin, die darin immer ihr Essen lagert. Die Pizza hat uns (ohne Anschaffung von Backpapier und Öl, die noch für viele Pizzen reichen werden) je ca 4€ gekostet und reicht locker für 2 Tage. So billig kann man eigentlich auch in der Freiburger Mensa nicht essen <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich werde jedenfalls hier vermutlich dann doch recht viel selbst kochen, Nudeln mit Soßen, vielleicht Aufläufe wenn ich eine Form finde und bestimmt noch ein paar Mal Pizza mit Kathrin.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4871829224/" title="DSCI0617 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4079/4871829224_d2f61a2da6_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0617" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4871830060/" title="DSCI0620 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4075/4871830060_1bea878fe0_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0620" /></a></p>
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		<title>Die Reise nach Tromsø (und Ankunft)</title>
		<link>http://zitaweiss.de/blog/die-reise-nach-troms%c3%b8-und-ankunft</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 18:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[﻿die Reise nach Tromsø Nach einer kurzen und eher unruhigen Nacht klingelt also morgens um 5 der Wecker. Die letzten Sachen gepackt, Brote gerichtet, und los ging&#8217;s! Der Zug fuhr in Freiburg um kurz vor 7 ab, leider war mich nicht klar gewesen, dass ich in Mannheim umsteigen musste. Der Abschied in Freiburg war nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>﻿die Reise nach Tromsø</p>
<p>Nach einer kurzen und eher unruhigen Nacht klingelt also morgens um 5 der Wecker. Die letzten Sachen gepackt, Brote gerichtet, und los ging&#8217;s! Der Zug fuhr in Freiburg um kurz vor 7 ab, leider war mich nicht klar gewesen, dass ich in Mannheim umsteigen musste. Der Abschied in Freiburg war nicht zu schlimm, die Aufregung war dann doch größer und so ganz habe ich wohl auch noch nicht realisiert, dass ich wirklich 4 ganze Monate und noch ein paar Tage weg sein werde. Aber ausser einem frisch am Morgen verknacksten Rücken (zum Glück nicht schlimm) und sehr vollen Zügen, an denen ich beide Male Leute von meinem Platz verscheuchen musste, lief auch alles glatt. Ich war sehr nervös, sehr aufgeregt und in Mannheim wäre ich am liebsten wieder in den Zug zurück gestiegen. Glücklicherweise legte sich auch das dann endlich als ich am Flughafen war, Kathrin direkt nach mir ankam und wir so den ganzen check-in in Angriff nehmen konnten.</p>
<p>Erstmal muss man in Frankfurt inzwischen direkt über Computerterminals einchecken. Dort gibt man die Reservierungsnummer ein und bekommt dann den Boarding-pass. Damit geht man dann zur Gepäckaufgabe. Soweit so gut und eigentlich nicht sonderlich schwierig. Blöderweise wussten wir aber, dass wir in Oslo neu einchecken müssen (wegen des Zolls) und deshalb waren wir uns nicht sicher ob wir dann das Gepäck bis Oslo oder gleich bis Tromsø einchecken müssen. Beide Optionen waren möglich. Die Dame die wir dann zu Hilfe geholt hatten konnte diese Frage zwar klären, hat aber in ihrem Eifer etwas zu schnell auf der Anzeige rumgetippt, sodass wir dann beide weder einen Fensterplatz, noch zusammen sitzen konnten. Angeblich sollten wir das aber bei der Gepäckabgabe ändern können. Die Dame dort konnte das auch, aber leider nur für den Flug bis Oslo, danach müssten wir die Mitarbeiter vor Ort kontaktieren. Wir haben also unser Gepäck eingecheckt (mein Koffer hatte genau 20,0kg) haben noch einen Abstecher zum Übergepäckschalter gemacht (für Kathrin) uns auf den Weg zur Sicherheitskontrolle gemacht und dort erst mal ewig gewartet. Die Mitarbeiter vom Sicherheitscheck in Terminal B waren nämlich grade fast alle in der Mittagspause und so war die Schlange sehr sehr lang und sehr sehr langsam. Aber auch das ging vorbei. Dafür mussten wir dann am Gate nicht so lange warten. Der Flieger kam auch direkt nach uns am Gate angerollt, er stand direkt vor dem Fenster und war demnach sehr fotogen.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973941358/" title="DSCI0611 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4087/4973941358_5d8667bc89_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0611" /></a></p>
<p>Der Flug nach Oslo war unspektakulär, Kathrin saß am Fenster direkt über dem Flügel, ich daneben. Die Luft war sehr schlecht und wurde während des Fluges nicht besser. Leider konnte man nicht sehr viel sehen, nur gelegentlich blitzte etwas Landschaft durch die vielen Wolken durch, nach Norden jedoch immer weniger. Erst im Landeanflug auf Oslo war die Landschaft wieder sichtbar. Was als erstes auffiel, waren die vielen Bäume. Bei uns sind viel mehr Felder dazwischen als in Oslo und meistens stehen die Bäume auch eher auf den Bergen als im Flachland. Ansonsten waren die Berge eher rundlich und verglichen mit unsren Erwartungen auch eher hügelig. Die Aussicht am Flughafen erinnerte uns sehr an den Schwarzwald.<br />
Der Flughafen in Oslo hat ein sehr schönes Design, sehr viel Holz und geschwungene Formen mit runden Fenstern und viel Glas dazwischen. Das Holz hat die Stahl-Glas-Konstruktion sehr lebendig und fast heimelig gemacht, ein tolles Vorbild finde ich. Fotos haben wir hier keine gemacht, wir waren zu aufgeregt wie das jetzt mit dem Umsteigen klappt.<br />
Tatsächlich mussten wir unser Gepäck abholen und damit durch den Zoll. Glücklicherweise waren die Gepäckstücke sehr schnell auf dem Band und das Abholen ging sehr flott. Beim Zoll musste man auch einfach nur durchlaufen. Dann kam das neu-einchecken. Auch das sehr schnell und unkompliziert, eine nette Dame wies uns den Weg, nur Kathrins Wanderrucksack musste zum Spezialgepäck check-in. Leider erfuhren wir hier aber auch, dass es keine Sitzplätze mehr nebeneinander gab für den Flug nach Tromsø. Naja, der Check-in lief also reibungslos und ziemlich schnell, danach zum Spezialgepäck wo es eine Extraschlange für SAS Kunden gab (zu denen wir gehörten) mit einem Mitarbeiter, der im grauen T-Shirt ganz gemütlich grade vesperte. Ist das die berühmte skandinavische Lockerheit? Wir werden sehen! Nach einem Abstecher zum Geldautomaten/Wechselschalter waren wir dann endlich auch mit Norwegischen Kronen ausgestattet und waren auf der Suche nach Getränken (die mussten in Frankfurt bleiben und auf dem Flug gab es nichts) und Essen, da wir beide inzwischen sehr hungrig und durstig waren. Wir fanden beide je ein leckeres Brötchen (Kathrins wurde erwärmt, was viel länger dauerte als wir gedacht hätten) und bis wir dann versorgt waren stand auf der Anzeigetafel hinter unserem Flug schon &#8220;go to Gate&#8221; Die Brötchen wurden uns auf Tellern serviert, also beschlossen wir, dass wir dann eben schnell essen mussten. Als wir zu 2/3 fertig waren blinkte dann die Anzeige mit &#8220;boarding&#8221; Die letzten Bissen wurden also runtergeschlungen, der Besuch auf den Toiletten auch verschoben und wir machten uns im Laufschritt auf zum Gate. Glücklicherweise ist der Osloer Flughafen nicht sehr groß und die Schlange ziemlich lang, wir waren bei weitem nicht die letzten.</p>
<p>Auf dem Flug nach Tromsø saß ich dann am Fenster über dem Flügel, Kathrin zwei Reihen hinter mir am Gang. Das Flugzeug war fast genau das gleiche Modell. Auch auf diesem Flug gab es wenig zu sehen, ausser sehr abwechslungsreiche Wolkengebirge. Hier lohnte sich aber der Landeanflug, zwar auch durch dicke Wolken, aber am Meer waren dann doch schon einige schwarze scharfkantige Berge zu sehen, die auch so gelegentlich aus den tieferen Wolkenschichten herausragten. Der Sinkflug zwischen den eindrucksvoll hohen und kargen Bergen durch auf die Insel zu vermittelte schonmal einen ersten Eindruck. Die Farben sehr grau-braun-grün und viel Geröll, dazwischen von Wildbächen gegrabene Furchen, keinerlei hoher Bäume. Nass und karg, aber auch grün und geheimnisvoll. Ein bisschen erinnerte mich das an die Alpen oder auch an Connemara in Westirland.</p>
<p>Gepäckstücke waren alle angekommen, den Schlüssel bekamen wir vom Empfangskomitee der Uni, die einen nicht zu übersehenden Stand in der Terminal/Ankunfts/einzigen Halle hatten. Zum ersten Mal schnupperten wir also echte norwegische Luft. Sie war angenehm frisch, kühl und feucht (wir waren beide warm angezogen mit unseren Winterjacken und Pullis und hatten  bis dahin überall geschwitzt). Ein anderes Mädel wollte auch nach Ørndalen und da der Bus grade weg war, haben wir uns ein Taxi geteilt. Zur Musik von &#8220;Bullet vor my Valentine&#8221; ging&#8217;s dann also einmal über den Inselberg und ganz in den Norden der Tromsøinsel mit Kommentaren des Taxifahrers wo die Uni ist, wo der Supermarkt ist und warum so viele Leute auf dem Festland wohnen.<br />
An meinem Wohnheimshaus angekommen (es ist ein gelbes Holzhaus fast ganz oben auf dem Berg) traf ich zuerst zwei junge schwarze Männer, die an zwei Autos herumschraubten. Der eine stellte sich später als mein Mitbewohner heraus und heisst James. Direkt hinter mir kam ein junger Mann mit langen blonden Haaren angestürmt und stellte sich als Bernhard vor, er ist der Manager von Ørndalen und drückte mir Busfahrpläne in die Hand, erklärte wo der Müll hin kommt und überprüfte mit mir ob der Schlüssel passt (das Schloss ist etwas fummelig). Drinnen traf ich dann auch gleich auf Nan, meine chinesische Mitbewohnerin, die mir zeigte wo mein Zimmer ist.</p>
<p>Das Wohnheim</p>
<p>Das Wohnheim entpuppte sich als extremer als ich es mir vorgestellt hatte, in beide Richtungen. Mein Zimmer (so wie alles andere) versprüht den Charme einer Jugendherberge, alles sehr sehr schlicht und robust, die Wände in weißer Ölfarbe gestrichen, Linoleumboden in hellgrau karo-meliert, die Tür ebenfalls hellgrau, die Stühle im Behördenstil mit robustem rosa-hellgrauem Bezug. Ein Schreibtisch, ein Bücherregal, ein Wandschrank, ein Tischchen und ein extrem weiches Bett mit immerhin einer Fleecedecke darauf sind die Einrichtung.<br />
Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass einem meiner Wünsche entsprochen wurde: ich habe einen wirklich super genialen Blick aus meinem Fenster. Ich glaube es ist eine der schönsten Aussichten im Wohnheim, wahrscheinlich der ganzen Insel. Wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, sehe ich nicht einmal den Parkplatz vor dem Haus, sondern nur die roten Häuser vom Wohnheim gegenüber, dahinter die Wipfel von ein paar kleinen Bäumen und dann das Meer. Tromsø liegt auf einer Insel im Meer, aber es ist umgeben von viel größeren Halbinseln die weiter ins Meer ragen, und so ist das offene Meer gar nicht sichtbar, aber eine Ahnung davon bekomme ich hier doch. Hinter dem Wasser ragen also die rauen spitzen Berge der anderen Halbinsel auf, schwarzgrün mit Geröllfeldern in den oberen Hälfte, in einigen Spalten liegt Schnee. rechts erstreckt sich das Tromsø Festlandmit ein paar flachen grünen Wiesen ins Meer, darauf befinden sich einige Bäume und Häuser und links fällt unsere Insel langsam zum Meer ab, mit vielen buschartigen Bäumen bewachsen und weißgrauen Felsen.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973323331/" title="DSCI0612 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4151/4973323331_2ac31f432e_m.jpg" width="240" height="180" alt="DSCI0612" /></a><a href="http://www.flickr.com/photos/28405155@N05/4973323599/" title="DSCI0613 von Zita Weiß bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4153/4973323599_9556ce4456.jpg" width="500" height="375" alt="DSCI0613" /></a></p>
<p>Der Rest des Wohnheimes ist eher gruselig, vor allem das Bad. Wahrscheinlich bin ich einfach verwöhnt von unserer schönen Wohnung in Freiburg, aber im Bad wird wohl niemand mehr Zeit als unbedingt nötig verbringen. Es riecht nach Schimmel, in der Ecke stehen (volle) Putzeimer und die Dusche befindet sich in einer Ecke des Raumes, ohne Wanne nur mit einem von Haaren versifften Abfluss. Abgetrennt wird sie durch einen Vorhang, der aber sehr knapp ist, entsprechend ist das Bad nach einer Dusche komplett verspritzt und überschwemmt. Ich bin extrem froh, dass ich meine Badeflipflops mitgenommen habe!</p>
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		<title>All my bags are packed, I&#8217;m ready to go&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 10:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Na, eigentlich noch nicht ganz. Trotzdem werde ich gleich meinen Laptop einpacken und bin dann erstmal weg, bis ich in Norwegen wieder Internet habe (was etwas dauern könnte, wir bekommen die Zugangscodes nämlich erst in der Einführungswoche, also frühestens Mittwoch) In den letzten Tagen hat sich Aufregung mit Vorfreude und auch Angst gemischt, ein ziemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na, eigentlich noch nicht ganz. Trotzdem werde ich gleich meinen Laptop einpacken und bin dann erstmal weg, bis ich in Norwegen wieder Internet habe (was etwas dauern könnte, wir bekommen die Zugangscodes nämlich erst in der Einführungswoche, also frühestens Mittwoch)<br />
In den letzten Tagen hat sich Aufregung mit Vorfreude und auch Angst gemischt, ein ziemlich intensiver Cocktail.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Darauf freue ich mich in Norwegen</strong></span></p>
<p>- Mitternachtssonne (ja, es ist Nachts um 1 noch hell, ich habs gestern erst per <a href="http://weather.cs.uit.no/" target="_blank">webcam</a> gesehen)<br />
- wieder am Meer zu wohnen<br />
- endlich richtig fließend norwegisch zu lernen und viel zu üben (eine sehr schöne Sprache find ich)<br />
- in der Polarnacht in die Stadt zu gehen und dort (mittags, wenns dunkel ist) Gewusel vorzufinden.<br />
- an der nördlichsten Uni der Welt zu studieren (jaja manchmal hab ichs doch mit der Angeberei <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )<br />
- viele neue Leute aus allen möglichen Ländern (und natürlich Norweger) kennenzulernen.<br />
- die tolle Natur, Berge und Meer direkt beieinander.<br />
- vielleicht einen Ausflug nach Spitzbergen zu machen? (Daumen drücken, dass das klappt!)<br />
- mal wieder ein richtiges Abenteuer zu erleben!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Davor habe ich Angst</strong></span></p>
<p><strong>- </strong>dass ich die Leute nicht verstehe (in Norwegen sind die Dialekte sehr stark, ich kenne bisher nur den Osloer Dialekt, der am anderen Ende des Landes gesprochen wird)<br />
- dazu gehört auch: 2 Hausarbeiten und Referate auf Norwegisch halten: uuuaaaahhh!<br />
- dass mein Geld nicht reichen wird (hmm mal schauen wie das mit nem Job klappt, ohne wirds nämlich sicher nicht reichen)<br />
- dass das mit dem Flug nicht klappt (in Oslo muss ich einmal ganz raus und neu einchecken, bei nem eher knappen Zeitplan)<br />
- dass ich extremes Heimweh haben werde (und das werde ich, weil ich das Wichtigste in meinem Leben zurücklassen muss: Johnny!)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Aber:</strong></span></p>
<p>- es gibt ja Skype und ich werde jeden Abend mit meinem Mann telefonieren können, sogar mit Bild!<br />
- ich bin ja auch nicht alleine dort: Kathrin, mit der ich in Freiburg studiere, ist ja da <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
- ausserdem wollte ich doch immer nochmal ins Ausland und am Besten auch in den Norden, darum: ich habs ja selber so gewollt!</p>
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		<title>Perlenblog geht nach Norwegen!</title>
		<link>http://zitaweiss.de/blog/perlenblog-geht-nach-norwegen</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 10:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

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		<description><![CDATA[*Staub wegpust* Wow. Ein halbes Jahr habe ich hier nichts mehr gepostet. Das heisst natürlich nicht, dass ich auch nichts mehr gefädelt, geknetet, gehämmert, oder sonst wie kreiert hätte. Die Fotos.. naja kommen wohl irgendwann. Es war aber auch viel los: wir sind endlich wieder nach Freiburg umgezogen, haben viele Möbel aufgebaut und eine ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>*Staub wegpust*</p>
<p>Wow. Ein halbes Jahr habe ich hier nichts mehr gepostet. Das heisst natürlich nicht, dass ich auch nichts mehr gefädelt, geknetet, gehämmert, oder sonst wie kreiert hätte. Die Fotos.. naja kommen wohl irgendwann. Es war aber auch viel los: wir sind endlich wieder nach Freiburg umgezogen, haben viele Möbel aufgebaut und eine ganze Küche, mein neuer Arbeitsplatz ist direkt vor dem Fenster und es ist wirklich schön (wenn auch grade sehr heiss) hier. Und nebenher lief natürlich auch noch das Studium.</p>
<p>Genau im Rahmen dessen werde ich auch am 2. August Deutschland für etwa 4 Monate verlassen. Mein neuer Aufenthaltsort wird Tromsø in Nord-Norwegen sein. Aus diesem Grund wird dieser Blog auch einmal komplett umgestaltet werden und fortan zu meinem persönlichen Norwegen-Blog!</p>
<p>Ich starte heute, weil ich soeben den Vertrag für meinen Wohnheimsplatz bekommen habe. Er ist in Ørndalen, an der nordöstlichen Spitze der Tromsø-insel. Angeblich ist es da ziemlich ruhig, man kann schön Spazierengehen und es wohnen auch ein paar Norweger dort. Wenn ich Glück habe, hat mein Zimmer sogar Meerblick <img src='http://zitaweiss.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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